Pflanzen im Harz
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Pflanzen im Harz

Die Pflanzenwelt im Harz gestaltet sich sehr vielfältig. So beherbergt der Nationalpark zum Beispiel rund tausend verschiedene Blüten- und Farnpflanzenarten. Neben zahlreichen ursprünglich heimischen Pflanzen findet man in der freien Natur auch solche Gewächse, die erst seit der letzten Eiszeit die Wälder und Wiesen besiedeln. So stammen zum Beispiel der Tannen-Bärlapp, der Europäische Siebenstern und die Schnabel-Segge aus dem nördlichen Europa. In den Hochlagen, zum Beispiel auf der Brockenkuppe, gedeihen sogar typisch arktische Pflanzen wie die Starre Segge und der Alpen-Flachbärlapp. Die aus Asien eingewanderte Brocken-Anemone findet sich außer im Harz an keiner anderen Stelle in Deutschland. Bei einem Spaziergang durch den Harz kommen insbesondere die Blumenfreunde voll auf ihre Kosten. Auf den bunt blühenden Bergwiesen gedeihen so farbenprächtige Pflanzen wie das Wiesen-Schaumkraut und diverse goldgelbe Hahnenfußgewächse. Interessant ist auch ein Ausflug von der Ferienwohnung St. Andreasberg in die umliegenden Wälder. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Kronen der Laubbäume noch kahl sind, zeigen sich am Boden die ersten blühenden Pflanzen. Die in Massen auftretenden Buschwindröschen bilden einen weißen Teppich, der den Waldboden großflächig bedeckt. Besonders hübsch ist auch die rötlich blühende Frühlings-Platterbse. Liebhaber gesunder Kräuter finden in manchen Gegenden den Bärlauch, der durch seinen schnittlauchartigen Geruch auffällt. Im Frühling blüht auch ein ganz besonderer Strauch. Wenn der Seidelbast einer blühenden Fackel gleich aus dem Boden ragt, dann ist die warme Jahreszeit nicht mehr weit. 


Das charakteristischste Merkmal der Harzlandschaft sind die tiefen, schattigen Wälder, die dem Wanderer vor allem im Sommer hervorragende Möglichkeiten zur Erholung bieten. Im Unterharz findet man häufig Laub- und Mischwälder. Zu den typischen Bäumen, die hier zu finden sind, gehören die Hainbuche, die Rotbuche, die Gemeine Esche, die Traubeneiche, die Eberesche und der Bergahorn. In den höheren Lagen sind Nadelbäume dominierend. Die Lärche, die Kiefer und die Fichte sind diesbezüglich am häufigsten vertreten. Im 19. Jahrhundert hatte man aus forstwirtschaftlichen Gründen Fichtenwälder angelegt. Heute ist man darum bemüht, jene Monokulturen in Mischwälder umzuwandeln und somit den Artenreichtum wieder herzustellen. Auf Grund der Artenvielfalt ist es sehr lohnend, ein Bestimmungsbuch beim Spaziergang mitzuführen. Es ist erstaunlich, welche botanischen Kostbarkeiten die Landschaft zu bieten hat.